Zu meiner Person


Ich bin 53 Jahre alt, verheiratet und habe eine 25 Jährige Tochter. Noch vor ca. 20 Jahren hätte ich mir niemals vorstellen können katholisch zu werden. Im Gegenteil, ich war eher ein Feind des katholischen Glaubens, habe über Papst und Kirche gelästert und Maria und Josef war wohl eher was für alte Frauen – Rosenkranz? – seltsames, immer wiederkehrendes Gemurmel – irgendwie gruselig und langweilig. Im Grunde alles tiefstes Mittelalter, kitschige Heiligenfiguren- alles eben total altmodisch.

Allerdings habe ich mich immer schon für religiöse Themen interessiert und schon als 16-jähriger habe ich Bücher über den Buddhismus, v. a. dem Zen-Buddhismus verschlungen. Ich war also auf der Suche. Erleuchtung in der Meditation zu finden, das könnte mein Weg sein, dachte ich. Nun bin ich seit meiner Bundeswehrzeit schwer Rückenkrank geworden und mit den anspruchsvollen Meditationen des Zen- Buddhismus hatte ich doch mächtige Probleme mich zu konzentrieren, das lange Sitzen im Lotussitz, wollte einfach nicht so funktionieren.

Dann habe ich mich für alle Facetten der Esoterik beschäftigt, vom Channeling bis zur Astrologie, alles was der Esoterikmarkt so hergab hab ich ausprobiert und viel Geld dafür investiert. Doch glücklich war ich nicht und meinem Rücken ging es immer schlechter. Drogen und Alkohol haben daraufhin eine ganze Zeitlang mein Leben bestimmt. Es ging wie man so schön sagt – bergab!
Ärzte hielten mich nur noch mit Spritzkuren einigermaßen schmerzfrei, doch irgendwann spielte da mein Magen und Darm nicht mehr mit und so kehrte ich allen Ärzten den Rücken. Eine Alternative musste her. Ich beschäftigte mich mit Geistheilung, las Bücher und Zeitungsberichte darüber und probierte 2 bekannte Heiler in Berlin aus. Doch geholfen hat es mir nicht, außer das ich viel Geld dort gelassen habe.

Nun las ich zufällig über Rolf Drevermann, (laut Berichten dem erfolgreichsten Heiler Europas), es sollte mein letzter Versuch sein, sagte ich mir.
Damals (1986) konnte Herr Drevermann noch in Deutschland behandeln, so fuhr ich nach Warendorf und ließ alles auf mich zukommen.
Als ich in sein Behandlungszimmer kam, war ich schon sehr überrascht. Überall hingen Bilder eines Mönches, den ich nicht kannte, große Rosenkränze und Heiligenfiguren. Wo bin ich da gelandet, dachte ich mir.

Ich war alleine im Behandlungszimmer, mit all den Heiligenbildern und sollte noch eine Zeitlang auf Herrn Drevermann warten. Ich fühlte hier in diesem Zimmer auf einmal einen großen Frieden in mir und aus heiterem Himmel betete ich das Vaterunser, es musste irgendwie sein.
Dann kam Herr Drevermann, er hielt seine Hand auf meinen Rücken und murmelte leise Gebete. Ich war ganz entspannt und nach einigen Minuten wurden meine Schmerzen weniger. Ich fühlte mich euphorisch, fuhr in mein Hotel und legte mich später schlafen.
Ich schlief seit langem mal wieder gut und so gegen 2 Uhr nachts spürte ich auf einmal einen Rosenduft in meinem Zimmer. Ich empfand keine Angst obwohl ich gleichzeitig die Anwesenheit einer Person spürte. Wow... dachte ich mir, so was habe ich noch nicht erlebt. Am nächsten Tag hatte mich Herr Drevermann gefragt, ob ich was Besonderes erlebt hätte. Ich erzählte ihm darauf die nächtliche Begebenheit, er lächelte und erklärte mir dass dies Pater Pio war, der mich besuchte. Na fein dachte ich mir und wer ist dieser Pater? Er klärte mich auf, dass dies ein heiligmäßiger Kapuziner war, der in Italien lebte und dass es nicht er sei, der heilt, sondern dieser Padre Pio. Ich spürte aus seinen Worten, wie sehr er Pater Pio liebte und verehrte. Jetzt wusste ich auch wer dieser Mönch auf den Bildern war, die an der Wand hingen. Er gab mir noch ein paar Bücher über Pater Pio zum lesen mit und verabschiedete mich.

Das war also meine erste Begegnung mit Pater Pio und Herrn Drevermann, die aber nicht meine letzte sein sollte.

Zuhause las ich viel über den Pater, der am Gargano in San Giovanni Rotondo lebte. Ich war fasziniert, mehr aber auch nicht, denn ich konnte aus meiner evangelischen und buddhistischen Sichtweise einfach noch nichts Katholisches so richtig akzeptieren. Meinem Rücken ging es besser und ich wollte noch mal zu Rolf Drevermann, der jetzt in Südtirol wohnte.

Dort sollte meine entscheidende Wende passieren. Herr Drevermann zeigte uns Patienten, wie man den Rosenkranz betet. Schon damals wurde mir klar, dass es ihm nicht nur um körperliche Heilung der Patienten ging ( ich konnte oftmals erleben wie Schwerstkranke nach wenigen Behandlungen völlig gesund wurden ), sondern auch um die seelische Heilung. Es war ein wunderschönes Erlebnis in der Gruppe den Heiligen Rosenkranz zu beten, da sich dort Pater Pio wieder mit Rosenduft, manchmal auch in Form von Veilchenduft, mitteilte. Doch mit Maria konnte ich noch nicht allzu viel anfangen. Sie war mir einfach noch zu weit weg.

Auf einem Spaziergang durch Seis, spürte ich bei jedem Kreuz (und dort sind sehr viele aufgestellt), als ob Jesus zu mir sprechen will. Ich war wie magisch angezogen und blieb vor jedem stehen. Ich spürte eine starke Liebe, es war mir als wolle er mir sagen: „ Das habe ich für dich getan“ und immer wieder umgab mich ein Rosenduft. Ich fühlte mich, im tiefsten meines Herzen berührt.

Am nächsten Morgen schenkte mir Herr Drevermann eine Mutter-Gottes Figur aus Montichiari, die ich dankend annahm, aber meine Maria mit nach Hause nehmen und dort aufstellen, das ging mir zu weit. Was sollte meine Frau und meine Freunde von mir denken. Und einfach so im Hotelzimmer stehen lassen oder sonst irgendwie entsorgen, kam auch nicht in Frage.

Also entschloss ich mich am nächsten Tag (mein Abreisetag) die Mutter-Gottes ganz früh in einer der Kirchen in Seis abzustellen, in der Hoffnung, dass sich dort jemand ihrer annimmt. Gesagt getan, früh um 7 Uhr zog ich mit meiner Maria in einer Plastiktüte unter dem Arm los und steuerte die nächste Kirche an. Es war noch keine Menschenseele zu sehen, kurz bevor ich die kleine Kirche erreichte, kam ein älterer Herr um die Ecke und fing genau davor zu fegen an. Er beobachtete mich misstrauisch aus den Augenwinkeln und ich zog es vor die 200 Meter entfernte nächste große Kirche anzusteuern. Als ich durch den Haupteingang ging, saß genau dort, ganz allein, ein altes Mütterlein und betete. Ich drehte um, und machte wieder auf den Weg zur anderen Kirche. Von weitem sah ich schon dass der Feger weg war. Guten Mutes meine Maria nun loszuwerden legte ich einen Zahn zu, doch zu früh gefreut, der gute Mann kam wieder um die Ecke und fegte genau vor der Kirche. Seltsam dachte ich mir, das stimmt doch was nicht.. Doch ich gab nicht auf, lief wieder zur großen Kirche, nahm aber diesmal den Seiteneingang, doch prompt saß das Mütterlein von vorhin genau dort und lächelte mich an. Jetzt wurde mir doch sehr mulmig. Ich dachte mir ich warte erstmal ab. Inzwischen hatten schon einige Geschäfte aufgemacht und ich hatte die Idee, mir einen Stift zu kaufen, mit der Absicht, auf einem kleinen Zettel zu schreiben, man möge doch der Maria einen schönen Platz geben. Gesagt, getan, ein Kuli wurde gekauft, der, wie sollte es sein, trotz aller Bemühungen, seinen Dienst versagte.

Nun wurde mir endlich klar, ich hatte es begriffen, die Mutter-Gottes will bei mir bleiben. Manche Menschen brauchen eben etwas länger bis sie begreifen. So nahm ich meine Maria mit nach Hause und inzwischen hat sie einen schönen Platz auf meinem Altar bekommen und meine Frau schmückt diesen immer wieder mal mit frischen Blumen. (diese kleine Geschichte kann man übrigens auch in Rolf Drevermanns Buch: „Heilen in Gottes Auftrag“ nachlesen).

Zuhause angekommen war mir klar, ich möchte katholisch werden und so konvertierte ich bei den Jesuiten in Berlin, am 12. Dezember 1996. Zweimal war ich seitdem in San Giovanni Rotondo und konnte die wunderschöne Heiligsprechungsfeier von Pater Pio mit tausenden Gläubigen in Rom mitfeiern.



                    Mit meinem Freund Lothar zur Heiligsprechungsfeier in Rom

Nun sind über 20 Jahre seit meiner ersten Begegnung mit Padre Pio vergangen und er ist mir stets ein treuer Freund und Begleiter geworden. In vielen schwierigen Situationen durfte ich seinen Schutz und seine Hilfe erfahren.