Die letzten Dinge - Teil2


Ist (oder war) meine Ehe vor Gott in Ordnung? Bin ich rein in die Ehe gegangen? Bin ich meinem Ehegatten stets in Ehrfurcht begegnet und habe ich das gesucht, was dem Frieden dient? Habe ich meine Ehe entweiht durch Untreue? - durch unsittliche Praktiken? - durch Abtreibung? - durch den Gebrauch empfängnisverhüten­der Mittel? Falls meine Ehe zerbrochen ist: Sehe ich auch meinen Teil der Schuld und habe ich ihn bereut? Oder sehe ich die Schuld ausschließlich bei anderen? Habe ich mich bemüht, ein guter Vater / eine gute Mutter zu sein? Habe ich für die moralische und religiöse Erzie­hung meiner Kinder hinreichend gesorgt? Habe ich einen negativen Einfluss auf die Erziehung meiner Enkel ge­nommen?

Habe ich im beruflichen Leben meine Pflichten erfüllt ?

Habe ich alles mir je widerfahrene Unrecht wirklich von Herzen verziehen? Oder sind in mir Erinnerungen an Menschen oder Geschehnisse, die mich mit Bitterkeit erfüllen? - über die ich gerne klage oder schlecht rede?

Habe ich Schaden, den ich dem Nächsten materiell oder am guten Ruf zugefügt habe, nach Möglichkeit wieder gut gemacht?


Gegenwärtiges Leben

Bemühe ich mich, gut und andächtig zu beten? Wie trage ich mein Kreuz? Bin ich mir dessen bewusst, dass ich - gerade als alter und kranker Mensch- durch Gebet und Opfer am Seelenheil anderer mitwirken soll?- das meine leiden wertvoll werden, wenn ich sie Gott aufopfere? Bin ich Gott für alle Gnaden und Wohltaten dankbar? oder sehe ich alles schwarz? Achte ich nur auf das Neagtive und Schwere?

Habe ich mich selbst, mein jetziges und mein künftiges Leben, Gesundheit und Krankheit und v.a. die Stunde meines Todes vertrauensvoll in die Hand Gottes gelegt? Oder hadere ich mit meinem Schicksal? Bin ich neidisch auf andere, von denen mir scheint, das sie es besser haben als ich?

Denke ich an den Tag der Rechenschaft? Oder habe ich den Gedanken an den Tod verdrängt? Habe ich mir den Tod gewünscht, ohne mich dabei der Vorsehung Gottes zu unterwerfen? - mit dem Gedanken gespielt, mein Leben zu beenden? Habe ich meine materiellen Belange pflichtgemäß geordnet? Bin ich ernsthaft be­müht, mich innerlich von jeder Anhänglichkeit an Ir­disches zu lösen?

Habe ich meine Pflichten gegenüber meinen Mitmen­schen erfüllt? Bemühe ich mich im Rahmen meiner Möglichkeiten, ihnen Freude zu machen? - ihnen hilf­reich zu sein? Oder lasse ich mich unnötig bedienen?

War ich geduldig im Leiden? Begegne ich denen, die mich pflegen, stets höflich, mit Demut und Dankbarkeit? Oder behandle ich sie, als wären sie meine Dienstboten? Habe ich meinen Dank gezeigt durch ein gutes Wort, ein freundliches Lächeln? Nehme ich Rücksicht auf meine Umgebung? Oder habe ich mich gehen lassen? War ich launisch? - grantig? - überempfindlich? - herrisch? -verbittert? - unzufrieden? - egoistisch? War ich selbst­mitleidig? - verzagt? Habe ich meine Leiden dramati­siert? Habe ich mich der Traurigkeit hingegeben? Habe ich gerne gejammert, um getröstet zu werden? Habe ich andere zu unrecht verdächtigt?

Wie benutze ich meine Zeit? Bin ich mir bewusst, wie viele Gefahren und Versuchungen vom Fernseher ausgehen? Welchen Gebrauch mache ich davon? Verlie­re ich davor viel kostbare Zeit? Habe ich mich freiwillig der Gefahr zur Sünde ausgesetzt durch Anschauen sitten­loser Szenen? - Zeitschriften? - Illustrierten?

Habe ich meine Augen beherrscht? - gegenüber dem anderen Geschlecht? Habe ich mich bemüht, schlechten Phantasien zu widerstehen? Habe ich schmutzige Reden geführt oder gerne angehört?


Habe ich meine Zunge beherrscht? - Geheimnisse bewahrt? Habe ich ohne Not über die Fehler anderer gesprochen? Habe ich Falsches über andere gesagt? Ha­be ich Freude an Klatsch und Tratsch? Habe ich über den Papst, die Bischöfe und die Priester stets mit gebühren­der Ehrfurcht geredet?


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Gibt es Dinge, die andere an mir stören? - die ich nicht gerne höre? - die man mir vorwirft oder in einer mir unangenehmen Weise zum Ausdruck bringt, die aber vielleicht doch einen wahren Kern haben? - die ich än­dern könnte?

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PRAKTISCHE HINWEISE FÜR ANGEHÖRIGE

Wenn ein Angehöriger ernstlich erkrankt, soll man möglichst frühzeitig den Priester rufen. So erweist man dem Kranken einen Liebesdienst. Wer dies aus falscher ‚Rücksicht' unterlässt oder so lange wartet, bis der Kran­ke das Bewusstsein verloren hat, lädt eine schwere Ver­antwortung auf sich. Die Erfahrung zeigt, dass nichts einen Kranken besser beruhigen kann als der Empfang der heiligen Sakramente.

Schon wenn man den Priester ruft, sage man ihm, wie der Zustand des Kranken ist, ob er sich bei Bewusstsein befindet und ob er schlucken kann.


Im Krankenzimmer

Man sollte nach Möglichkeit das Zimmer gut lüften. Neben das Krankenbett stellt man einen Stuhl für den Priester. In der Nähe des Bettes richtet man für den Kranken gut sichtbar einen weißgedeckten (möglichst nicht zu niedrigen) Tisch. Auf dem Tisch muss vorn genügend Platz für das Allerheiligste sein. Hinten steht zwischen zwei brennenden Kerzen ein Kruzifix, davor ein Schälchen mit Weihwasser und ein kleiner Teller mit fünf Wattebäuschen. Für die Reinigung der Finger nach der Krankensalbung stellt man ein Glas mit Trinkwasser, ein Schälchen mit Salz und ein kleines Handtuch bereit.


Wird nur die Krankenkommunion, aber nicht die heilige Ölung gespendet, braucht man den Teller mit Watte, das Salz und das Handtuch nicht.


Den Priester erwarten

Wenn der Kranke den Priester erwartet, möge er sich bemühen, dem Heiland einen möglichst würdigen Emp­fang zu bereiten. Der Priester sollte im Krankenzimmer eine ehrfürchtige Atmosphäre von gläubiger Erwartung und geistiger Sammlung finden. Genau wie es in der Kirche selbstverständlich ist, heiliges Schweigen zu bewahren und nicht zu plaudern, so soll es auch im Kran­kenzimmer sein, denn es wird in diesem Moment gleich­sam zum Tempel und zum Ort besonderer Gottesnähe.


Empfang der Krankensakramente

Es ist sehr schön und wünschenswert, wenn mög­lichst die ganze Familie der Spendung der Sakramente beiwohnt und klar und deutlich die Antworten gemein­sam gibt. Wenn der Priester mit dem Allerheiligsten kommt, sollten die Kerzen schon brennen. Bei seinem Eintritt in das Krankenzimmer knien alle ehrfürchtig nieder. Wenn der Kranke zu beichten wünscht, verlassen sie für diese Zeit den Raum. Unterdessen beten sie für den Kranken. Sobald der Priester die Tür öffnet, kommen alle wieder herein und wohnen kniend der heili­gen Handlung bei.


Nach der Spendung der heiligen Sakramente

Nachdem der Priester wieder gegangen ist, sollte man den Kranken eine Weile zur Danksagung allein lassen. Dann erst wird der Tisch abgedeckt. Die bei der heiligen Ölung benützte Watte wird verbrannt. Das Was­ser und das Salz gibt man im Garten in die Erde.


DAS BRAUNE SKAPULIER

Ein besonderes und von der Kirche sehr empfohlenes Hilfsmittel, um die Gnade einer guten Sterbestunde zu erlangen, ist das braune Skapulier vom Berge Karmel.

Das Skapulier geht zurück auf den hl. Simon Stock, sechster General des Karmeliterordens. Am 16. Juli 1251 betete er in großer Bedrängnis zur Gottesmutter und bat sie um ein Zeichen ihres besonderen mütterlichen Schut­zes. Daraufhin erschien ihm die allerseligste Jungfrau, von Lichtglanz umflossen, und reichte ihm das Skapulier mit den Worten: „Mein Sohn, empfange dieses Skapulier deines Ordens ... Wer in diesem Gnadenkleid sterben wird, wird vor dem ewigen Feuer bewahrt bleiben. Es ist ein Zeichen des Heiles, ein Schutzmittel in Gefahren, das Unterpfand eines besonderen Friedens und besonderen Schutzes."

Durch die Aufnahme in die Skapulierbruderschaft kann jeder in die geistliche Gemeinschaft der Karmel­familie eintreten. Dazu muss man sich das Skapulier einmal von einem katholischen Priester mit dem im Ri­tuale Romanum enthaltenen Segensgebet auflegen lassen und es fortan immer tragen.

Bei ihrer letzten Erscheinung in Fatima im Jahr 1917 hielt die Muttergottes neben dem Rosenkranz auch das Skapulier in ihrer Hand.


ERZBRUDERSCHAFT DES HEILIGEN JOSEF

Ebenfalls in Fatima hat die Muttergottes den Hirten­kindern gesagt, dass viele Seelen verloren gehen, weil niemand für sie betet.

Das Gebet für die Sterbenden ist ein wichtiges Werk christlicher Nächstenliebe. Zu diesem Zweck hat der hl. Papst Pius X. im Jahr 1913 auf Anregung des seligen Don Guanella in Rom die ,Bruderschaft vom Tod des hl. Josef' gegründet und sich selbst als erstes Mitglied in ihr Register eingeschrieben. Auch die nachfolgenden Päpste haben dieses Werk sehr empfohlen und begünstigt, so dass es bald eine weltweite Ausbreitung fand.

Die Mitglieder der Bruderschaft verpflichten sich, für die Sterbenden zu beten, indem sie zweimal täglich, morgens und abends, das folgende Gebet verrichten: „Heiliger Josef Nährvater Jesu Christi und wahrer Bräutigam der allerseligsten Jungfrau Maria, bitte für uns und die Sterbenden dieses Tages / dieser Nacht."

Wer dieses gute Werk unterstützt, darf selbst auf einen besonderen Beistand des hl. Josef in der eigenen Sterbestunde hoffen.

Wenn Sie in diese Gebetsgemeinschaft aufgenom­men werden wollen, wenden Sie sich an das

Kloster St. Trudpert
D-79244 Münstertal/Schwarzwald


GEBETE UM EINE GUTE STERBESTUNDE

0 mein Herr und Heiland, stärke mich in der Stunde meines Todes durch die starken Waffen Deiner heiligen Sakramente und durch den erfrischenden Duft Deiner Trö­stungen. Gib, dass die Worte der Lossprechung über mich gesprochen werden, das heilige Öl mich bezeichne und besiegle und Dein eigener hochheiliger Leib meine Nahrung und Dein Blut mir Trank sei! Deine Mutter Maria stehe mir bei, mein Engel spreche Worte des Friedens zu mir, und meine heiligen Patrone mögen mir zulächeln, dass ich mit ihnen und durch sie die Gnade der Beharrlichkeit erlange und sterbe, wie ich zu leben wünsche, in Deinem Glauben, in Deiner Kirche, in Deinem Dienst und in Deiner Liebe.
Amen. Kardinal Newman


Nimm hin, o Herr, meine ganze Freiheit, mein Gedächt­nis, meinen Verstand und meinen ganzen Willen, all mein Hab und Gut. Du hast es mir geschenkt, Dir, Herr, gebe ich es wieder zurück. Alles ist Dein; verfüge darüber nach Dei­nem Willen. Gib mir Deine Liebe und Gnade, das ist mir genug. Leben und Sterben lege ich ganz in Deine Hände.
Amen. hl. Ignatius von Loyola


Herr, mein Gott, schon jetzt nehme ich den Tod, wie er auch nach Deinem Willen mich treffen mag, mit all seinen Ängsten, Peinen und Schmerzen aus Deiner Hand ergeben
und willig an. hl. Papst Pius X.


Mein Herr und mein Gott,
nimm alles von mir, was mich hindert zu Dir!
Mein Herr und mein Gott,
gib alles mir, was mich fördert zu Dir!
Mein Herr und mein Gott,
nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen Dir! Amen.
hl. Bruder Klaus von Flüe


Jesus, Maria, Josef, Euch schenke ich mein Herz und meine Seele. - Jesus, Maria, Josef, steht mir bei im letzten Streit. - Jesus, Maria, Josef, lasst meine Seele mit euch in Frieden scheiden.


Herr, wie Du willst, so will ich geh'n und wie Du willst, soll mir gescheh'n, hilf Deinen Willen nur versteh'n. Herr, wann Du willst, dann ist es Zeit, und wann Du willst, bin ich bereit, heut' und in alle Ewigkeit.
Herr, was Du willst, das nehm' ich hin, und was Du willst, ist mir Gewinn, genug, dass ich Dein Eigen bin.
Herr, weil Du's willst, drum ist es gut, und weil Du's willst, drum hab ich Mut, mein Herz in Deinen Händen ruht. Amen.
sel. P. Rupert Mayer SJ

Mein Gott, ich glaube alles, was die heilige katholische Kirche mich zu glauben lehrt. In diesem Glauben will ich leben und sterben. Jesus, ich hoffe auf Deine große Barm­herzigkeit. Ich liebe Dich von ganzem Herzen, und aus Liebe zu Dir bereue ich alle meine Sünden.


Mein Gott, von ganzem Herzen verzeihe ich allen, die mich in meinem Leben beleidigt haben oder mir feindlich gesinnt waren. Von ganzem Herzen will ich alle um Verzeihung bitten, die ich je gekränkt oder denen ich wehgetan habe.


Mein Gott, gib mir die Gnade der Geduld im Leiden und der Ergebung in Deinen heiligen Willen. Ich opfere Dir diese Krankheit auf zur Sühne für meine Sünden und vereinige mich mit dem bitteren Leiden und Sterben meines Herrn.


Gebet vor dem Bild des Gekreuzigten

Siehe, o guter und lieber Jesus, vor Deinem Angesicht werfe ich mich nieder und bitte Dich, aus tiefster Seele fle­hend: Präge meinem Herzen ein den lebendigen Geist des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe, eine wahre Reue über meine Sünden und den festen Willen, mich zu bessern. Mit innigem Mitleid und tiefem Schmerz schaue ich auf Deine fünf Wunden und erwäge dabei, was der Prophet David von Dir, o guter Jesus, geweissagt hat: „Sie haben meine Hände und meine Füße durchbohrt; sie haben alle meine Gebeine gezählt." Amen.



STERBEGEBETE

Man reicht dem Sterbenden ein Bild des gekreuzigten Jesus und versucht, ihn in der Hoffnung auf das ewige Leben zu bestärken.

Herr, erbarme Dich unser.
Christus, erbarme Dich unser.
Herr, erbarme Dich unser.

Heilige Maria, bitte für ihn (sie).
Alle heiligen Engel und Erzengel, bittet für ihn (sie).
Heiliger Abel,
Alle Chöre der Gerechten,
Heiliger Abraham,
Heiliger Johannes der Täufer,
Heiliger Josef,
Alle heiligen Patriarchen und Propheten,
Heiliger Petrus,
Heiliger Paulus,
Heiliger Andreas,
Heiliger Johannes,
Alle heiligen Apostel und Evangelisten,
Alle heiligen Jünger des Herrn,
Alle heiligen Unschuldigen Kinder,
Heiliger Stephanus,
Heiliger Laurentius,
Alle heiligen Märtyrer,
Heiliger Silvester,
Heiliger Gregorius,
Heiliger Augustinus,
Alle heiligen Bischöfe und Bekenner,
Heiliger Benediktus,
Heiliger Franziskus,
Heiliger Kamillus,
Heiliger Johannes von Gott,
Alle heiligen Mönche und Einsiedler,
Heilige Maria Magdalena,
Heilige Luzia,
Alle heiligen Jungfrauen und Witwen,
Alle Heiligen Gottes,
Sei ihm (ihr) gnädig, verschone ihn (sie), o Herr.
Sei ihm (ihr) gnädig, erlöse ihn (sie), o Herr.
Von Deinem Zorn,
Von der Gefahr des ewigen Todes,
Von einem bösen Tode,
Von den Strafen der Hölle,
Von allem Übel,
Von der Gewalt des bösen Feindes,
Durch Deine Geburt,
Durch Dein Kreuz und Leiden,
Durch Deinen Tod und Dein Begräbnis,
Durch Deine glorreiche Auferstehung,
Durch Deine wunderbare Himmelfahrt,
Durch die Gnade des Heiligen Geistes, des Trösters,
Am Tage des Gerichtes,
Wir armen Sünder, wir bitten Dich, erhöre uns.
Dass Du ihn (sie) verschonest,

Herr, erbarme Dich unser.
Christus, erbarme Dich unser.
Herr, erbarme Dich unser.


Fahre hin, christliche Seele, aus dieser Welt, im Namen Gottes, des allmächtigen Vaters, der dich geschaffen hat, im Namen Jesu Christi, des Sohnes des lebendigen Gottes, der für dich gelitten hat, im Namen des Heiligen Geistes, der über dich ausgegossen worden ist, im Namen der glorrei­chen und heiligen Jungfrau und Gottesgebärerin Maria und ihres erlauchten Bräutigams, des heiligen Josef, im Namen der Engel und Erzengel, im Namen der Throne und Herr­schaften, im Namen der Fürsten und Gewalten, im Namen der Kräfte, der Cherubim und Seraphim, im Namen der Patriarchen und Propheten, im Namen der heiligen Apostel und Evangelisten, im Namen der heiligen Märtyrer und Bekenner, im Namen der heiligen Mönche und Einsiedler, im Namen der heiligen Jungfrauen und aller Heiligen Got­tes: Heute noch sei dir im Frieden deine Stätte bereitet, deine Wohnung im heiligen Sion. Durch Christus, unsern Herrn. Amen.


0 barmherziger Gott, o milder Gott, o Gott, der Du nach der Fülle Deiner Erbarmung die Sünden der Bußfertigen vergibst und die ungesühnte Schuld alter Vergehen aus­löschst: blicke gnädig hernieder auf diesen Deinen Diener (diese Deine Dienerin) N. und erhöre das Flehen seines (ihres) reumütigen Herzens.


Erneuere in ihm (ihr), gütiger Vater, was immer durch irdische Gebrechlichkeit oder durch des Satans Trug verdor­ben ist und in den einen Leib Deiner Kirche füge ihn (sie) ein als Glied, das nunmehr ganz erlöst ist.


Erbarme Dich, o Herr, seiner (ihrer) Seufzer; erbarme Dich seiner (ihrer) Tränen! Nur auf Deine Barmherzigkeit setzt er sein (sie ihr) Vertrauen, so nimm ihn (sie) auf in das Geheimnis Deiner Versöhnung. Durch Christus, unsern Herrn. Amen.


Lieber Bruder (liebe Schwester), ich empfehle dich dem allmächtigen Gott. Ihm, dessen Geschöpf du bist, vertraue ich dich an. Wenn du im Sterben die Schuld der Menschen­natur bezahlt hast, kehre heim zu deinem Schöpfer, der dich aus dem Staub der Erde gebildet hat.


Wenn also deine Seele den Leib verlässt, soll der strah­lende Chor der Engel ihr entgegeneilen, der richtende Rat der Apostel soll dir nahen, das triumphierende Heer der weißgewandeten Märtyrer dir entgegenkommen, die lilien­gleiche Schar der lichten Bekenner dich umgeben, der ju­belnden Jungfrauen Reigen dich empfangen, und die Umar­mung seligen Friedens soll dich umschließen in der Patriar­chen Schoß. Der mildreiche Beistand der Sterbenden, der heilige Josef, richte dich auf in großer Hoffnung, und die heilige Jungfrau und Gottesmutter Maria wende gütig ihre Augen zu dir.


Mild und festlich erstrahle dir das Antlitz Jesu Christi, und sein Spruch gewähre dir, allezeit unter denen zu weilen, die ihn umgeben.


Vor der ewigen Pein bewahre dich Christus, der für dich die Pein des Kreuzes erlitten hat. Vor dem ewigen Tode bewahre dich Christus, der für dich den Tod erduldet hat. Wohnrecht gebe dir Christus, der Sohn des Lebendigen Gottes, auf den allzeit grünenden Auen seines Paradieses, und zu seinen Schafen rechne dich der wahre Hirt. Er spre­che dich los von all deinen Sünden, und zu seiner Rechten in seiner Erwählten Schar gebe sein Spruch dir deinen Platz. Deinen Erlöser sollst du sehen von Angesicht zu Angesicht, und allezeit stehend vor ihm, sollst du mit seligen Augen die Wahrheit unverhüllt schauen.


Ja, in die Scharen der Seligen aufgenommen, sollst du der süßen Anschauung Gottes teilhaft sein von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen



Wenn der Augenblick des Todes unmittelbar bevorsteht, spreche man dem Sterbenden mit deutlicher Stimme diese oder ähnliche kurze Gebete vor:


Jesus, Dir leb' ich. Jesus, Dir sterb' ich. Jesus, Dein bin ich im Leben und im Tod.

Mein Jesus, Barmherzigkeit!

Jesus, Sohn Davids, erbarme Dich meiner!

Jesus, ich vertraue auf Dich!