Die Wohlgerüche


Der geheimnisvolle Geruch der Heiligkeit ist gleichsam ein übernatürliches Licht der Heiligen. Es sind sozusagen schon voraus genommene Düfte des Himmels. Neben vielen anderen Heiligen, hatte Pater Pio auch diese Gabe. Nicht nur in seiner Nähe, sondern auch in weiter Entfernung von Pater Pio, waren diese verschiedenen Wohlgerüche, die von Rosen, Veilchen bis zu gebackenem Brot reichten, spürbar.

Ein Priester, der sich als "geistlicher Sohn Pios" bekennt, bezeugt: "Ich spürte eines Morgens während der hl. Messe den bekannten Wohlgeruch. Ich achtete nicht darauf. Eine und eine halbe Stunde später, mitten in meiner Arbeit, drängte sich mir derselbe Duft auf und ich fragte mich, was Padre Pio etwa wolle. Gegen Mittag geschah es zum dritten Mal und stärker als je. Nun wurde ich unruhig. Nach dem Unterricht ging ich in Gedanken versunken meiner Wohnung zu und, als ein Freund in seinem Auto kam und mich heimbringen wollte, widerstand ich, weil ich lieber allein bleiben wollte. Wenige Minuten später sah ich an einer Straßenkreuzung einen schrecklichen Verkehrsunfall; man rief mich heran und ich konnte einem Schwerverletzten gerade noch die Absolution geben. Da mich der Fall wegen jenes Wohlgeruches interessierte, fragte ich nach der Person des Verunglückten und erfuhr, dass es sich um einen Mann handelte, der seit vielen Jahren der Kirche und den Sakramenten ferngeblieben war, für den aber die Angehörigen schon seit Jahren bei Padre Pio vorstellig wurden, für die Rettung seiner Seele zu beten".

Eine Dame erzählte: „Mein Ehemann hatte einen Unfall mit seinem Auto und wurde unter Lebensgefahr nach Taranto (Italien) zum Krankenhaus transportiert. Die Ärzte sagten, dass sie keine Chance hätten, ihn zu retten. Normalerweise, wenn ich ihn besuchen ging, blieb ich vor einem Denkmal von Pater Pio im Garten des Krankenhauses stehen und betete. Eines Tages strömte von dem Heiligen ein wunderbarer Lilienduft aus, um mir zu verdeutlichen, dass meine Bitte erhört worden war. Von diesem Moment an verbesserte sich der Zustand meines Ehemannes, und er begann, vollständig zu genesen.

Während des 2. Weltkrieges hatte ein an der griechischen Front kämpfender italienischer Offizier mit allen Soldaten seiner Kompanie im Augenblick des Sturmangriffs einen Jasminduft verspürt. Genau in diesem Moment hatte Pater Pio für sie gebetet, und sie waren sichtbar beschützt worden.

Ein Lilienduft, den Pater Pio zu Heilungszwecken verbreitete, hatte auch den römischen Bahnhofvorsteher Santini, der an Kehlkopfkrebs litt,
geheilt. Er hatte bereits die Sterbesakramente erhalten und lag in Agonie. Man reichte ihm ein Foto von Pater Pio zum Kuss. Da bemerkten plötzlich die anwesenden Angehörigen einen wunderbaren und anhaltenden Duft. Der Sterbende, der schon lange nicht mehr sprechen konnte, rief plötzlich: „ Nehmt die Pflaster ab, ich bin geheilt!“. Er war ganz von seiner Krankheit genesen.

Zu hunderten könnte man solcher Berichte noch schreiben, bei denen sich Pater Pios Anwesenheit durch Wohlgerüche bemerkbar machte.